Fort Altenadas Fort auf dem Uppelse-Deich

Fort Altena ist die älteste der vier brabantischen Festungen der Neuen Holländischen Wasserlinie und liegt am Uppelse Dijk bei Werkendam. Die historische Festung ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes und bildet heute einen schönen Ausgangspunkt, um die Natur, Kultur und Geschichte der Biesboschlinie zu entdecken.

Besuchen Sie die Festung, wandern oder radeln Sie durch die umliegende Landschaft, entdecken Sie die Geschichte bei einer Führung oder genießen Sie einen Drink in der Brasserie. Vom Fort Altena aus starten zudem verschiedene Wander-, Rad- und Wasserrouten.

Eine Festung mit langer Geschichte​

Fort Altena stammt aus den Jahren 1847–1850. Der Turm von Fort Altena verdankt seinen Namen vor allem seiner runden Form, nicht seiner Höhe. Er besteht aus zwei Stockwerken: einem Keller und einem Erdgeschoss. Die Mauern sind „bombensicher“ und fast zwei Meter dick, um vor Artillerieeinschlägen zu schützen. Ironischerweise waren diese Mauern bereits bei der Fertigstellung von den Entwicklungen in der Rüstungsindustrie überholt. Wirklich bombensicher waren sie daher nie.

Im Jahr 1878 wurde die Festung umfassend umgebaut und auf das Dreifache ihrer ursprünglichen Größe erweitert. Auch ihr Name änderte sich: Fortan hieß sie „Fort aan den Uppelschen Dijk“.

Fort Altena während der Weltkriege

Erster Weltkrieg

Die Niederlande wurden während beider Weltkriege mobilisiert, so dass das Fort in voller Stärke besetzt war. Zu Kampfhandlungen kam es jedoch nie; der Erste Weltkrieg ging, abgesehen von der Mobilisierung, an den Niederlanden vorbei, und im Zweiten Weltkrieg wurde die Kapitulation unterzeichnet, bevor ein Schuss auf das Fort abgefeuert worden war. Während der Besatzungszeit waren jedoch regelmäßig deutsche Soldaten in der Festung stationiert. Ansonsten wurde es hauptsächlich als (Munitions-)Lager genutzt.

Zweiter Weltkrieg

Im Vorfeld des Zweiten Weltkriegs wurden an der Strecke zahlreiche Gruppenunterkünfte (Kasematten) gebaut. Eine davon wird heute als Vogelbeobachtungsstation genutzt. Diese Kuppelkasematte kann besichtigt werden und ist vom Fort Altena aus zu Fuß erreichbar.

Nach dem Zweiten Weltkrieg diente das Fort als Internierungslager für NSB-Mitglieder und andere niederländische Staatsangehörige, die aufgrund ihrer Handlungen während des Krieges als "falsch" angesehen wurden. Im Februar 1949 war es eines der letzten Lager, das geschlossen wurde.

Anreicherung von keiner Klasse

Fort Altena Im Jahr 1951 wurde die Neue Niederländische Wasserlinie als Verteidigungsanlage abgeschafft und erhielt den Status einer "Festung ohne Klasse". Sie blieb im Besitz des Staates und wurde u. a. als Munitions- und Fahrzeuglager sowie für Schießübungen genutzt. In den Jahren 1980-92 wurde das Fort von einer niederländischen Stay-Behind-Organisation genutzt.

Nationales Denkmal, Kulturerbe, Freizeit- und Begegnungsstätte

Im Jahr 2001 erhielt das Fort aan den Uppelschen Dijk den Status eines nationalen Denkmals. Im Jahr 2003 ging es in den Besitz von „Brabants Landschap“ über, die ihm auch seinen alten NamenFort Altenazurückgab. Seitdem wird das Fort als Brasserie, als Veranstaltungs- und Tagungsort sowie als Ausgangspunkt für Aktivitäten aller Art genutzt – vom Escape Room bis zur Kanutour. Dabei gilt die Vereinbarung, dass das Fort als kulturelles Erbe erhalten bleibt.

Geführte Touren

Tauchen Sie ein in die reiche Geschichte von Fort Altena bei einer Führung, bei der die Vergangenheit zum Leben erweckt wird. Gehen Sie mit der Waschvrouw spazieren, die Ihnen authentisch vom Leben im Fort erzählt, oder nehmen Sie an einer regulären Führung mit einem erfahrenen Führer teil, der Ihnen alles über die militärische Funktion, den Bau und die besonderen Geschichten, die sich hier abgespielt haben, erklärt.

Bei Ihrem Besuch entdecken Sie nicht nur das beeindruckende Fort selbst, sondern auch die wunderschöne Landschaft, die es umgibt und die bei der Verteidigung der Region eine wichtige Rolle spielte. Ob Sie nun neugierig auf Geschichte sind, gerne wandern oder einfach nur besondere Orte mögen: Fort Altena überrascht Sie jedes Mal aufs Neue.

Weitere Informationen

Im Bann des Kalten Krieges

Der Krieg, der einfach kein Krieg werden wollte, aber enorme Spannungen und Ängste unter den Bürgern eines Dritten Weltkriegs hervorrief. Wir nennen die Zeit zwischen 1945 und 1991 auch den Kalten Krieg.

Auch an der Biesboschlinie und im Fort Altena finden sich Überbleibsel aus dieser Zeit. Prisca entdeckt Spuren des Kalten Krieges und wird von dem Freiwilligen Arie Schouten durch das Fort Altena geführt.

Wir tauchen tiefer in die verborgenen Vorbereitungen und Geschichten ein, die jahrelang unter dem Radar blieben. Lesen Sie über die militärischen Maßnahmen, die noch sichtbaren Überreste in der Landschaft und wie diese Zeit die Region geprägt hat.

Geschichte lesen

Fort Altena erleben

Fort Altena ist eines der Naturtore von Brabant. Hier finden Sie ausreichend Parkplätze, Gastronomie (eine Brasserie) und Informationen über Natur, Kultur und Freizeitrouten. Ein idealer Ausgangspunkt, um die Natur und Kultur der Biesboschlinie zu entdecken! Das Fort bietet auch Outdoor-Aktivitäten und steht als Veranstaltungsort für Tagungen, Meetings und Hochzeiten zur Verfügung.

Praktische Informationen

Das Fort Altena liegt direkt an der Autobahn A27 und ist auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Informationen zu Öffnungszeiten und Reservierungen finden Sie auf der Website des Forts.

Adresse: Tol 8, Werkendam
0183 - 30 13 29
info@fortaltena.nl